Klopfen auf Wels mit dem Live-Echolot: So machst du den Waller sichtbar

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Es gibt diesen einen Moment beim Wallerangeln, der süchtig macht: Du klopfst mit dem Wallerholz auf die Wasseroberfläche, ein dumpfes „Plopp" hallt über den Fluss – und kurz darauf steht ein Waller unter deinem Köder. In Frankreich war dieses Plopp zuletzt so laut, dass wir damit fast das halbe Dorf geweckt haben. Genau dieses Klopfen ist eine der fängigsten Methoden auf Wels überhaupt. Und in Kombination mit einem modernen Live-Echolot wird sie noch einmal deutlich effektiver. Hier erfährst du, wie beides zusammen funktioniert.

Was ist „Klopfen auf Wels"?

Beim Klopfen – auch Wallerklopfen oder „Clonken" genannt – schlägst du mit einem speziellen Holz, dem Wallerholz (oder Klopfholz), gezielt auf die Wasseroberfläche. Dabei entsteht ein tiefes, blubberndes Geräusch, das unter Wasser weit trägt. Welse reagieren neugierig und aggressiv auf diesen Reiz und steigen zum Köder auf. Geklopft wird vom Boot aus, während über dem Grund ein Köder – meist Tauwurmbündel, Kalmar oder ein Köderfisch – angeboten wird.

Die richtige Technik mit dem Wallerholz

Entscheidend ist nicht die Kraft, sondern der Bewegungsablauf. Tauche das Wallerholz nicht zu schnell ein und führe es bewusst durch das Wasser. Kurz vor dem Austritt knickst du das Handgelenk schnell ein – dadurch beschleunigt das Holz und „ploppt" sauber durch die Oberfläche. Die Bewegung kommt flüssig aus Schulter und Arm, nicht aus dem Handgelenk allein.

Als Faustregel für den Rhythmus gilt: 3–5 mal klopfen, dann etwa eine Minute warten, dann wieder 3–5 mal klopfen. Steigt ein Waller auf, hörst du sofort auf zu klopfen. Sinkt er wieder ab, reizt du ihn mit ein bis zwei weiteren Schlägen nach. Den richtigen Klang hat man nach etwas Übung schnell raus – am Anfang hilft nur Ausprobieren.

Warum ein Live-Echolot beim Klopfen alles verändert

Früher hat man beim Klopfen blind gearbeitet und auf das Gefühl vertraut. Mit einem Live-Echolot siehst du dagegen in Echtzeit, was unter dem Boot passiert: ob ein Waller aufsteigt, wie er auf deinen Köder reagiert und ob er wieder abdreht. Genau das macht die Methode planbar statt zufällig.

Wir fischen dafür das Lowrance Eagle Eye 9 Live*. Das Echolot liefert auf einem 9-Zoll-Display vier Sonar-Ansichten aus einem einzigen Geber – Live Forward, Live Down, CHIRP und DownScan mit FishReveal. Die Live-Sonar-Auflösung entspricht der des ActiveTarget 2, zeigt also den Waller in Bewegung wie auf einer Live-Kamera. Genau beim Klopfen ist das Gold wert: Du klopfst, siehst den Wels auf dem Schirm aufsteigen – und weißt sofort, ob du weitermachst oder Ruhe gibst.

Praktisch ist außerdem das Autotuning (optimale Einstellung von Anfang an, ohne Menü-Gefummel) und der Twist-Lock-Stecker, mit dem sich das Gerät schnell als portable Lösung ans Boot klemmen lässt – ideal, wenn man wie wir auch mal in Frankreich oder am Baggersee unterwegs ist.

Klopfen + Live-Echolot in der Praxis

So sieht der ideale Ablauf aus: Du positionierst das Boot über einer tiefen Rinne oder Kante, lässt den Köder über Grund anbieten und beobachtest die Live-Forward-Ansicht. Jetzt klopfst du deine 3–5 Schläge. Erscheint auf dem Echolot ein aufsteigender Bogen, ist ein Waller am Köder interessiert – jetzt nicht mehr klopfen, sondern den Fisch arbeiten lassen. Dreht er ab, holst du ihn mit ein, zwei Schlägen zurück. Diese direkte Rückmeldung zwischen Klopfen und Bildschirm ist der Grund, warum die Kombi so brutal effektiv ist.

So klingt das in Frankreich

Hier ein kurzer Eindruck von unserer letzten Session am Wasser – inklusive dem Plopp, das das ganze Dorf geweckt hat:

Fazit

Klopfen auf Wels ist eine der spannendsten und fängigsten Methoden im Wallerangeln – aber sie lebt vom richtigen Timing. Mit einem Live-Echolot wie dem Lowrance Eagle Eye 9 Live* nimmst du das Raten aus dem Spiel: Du siehst, wann der Waller reagiert, und klopfst genau dann, wenn es zählt. Wer beides kombiniert, fängt nicht mehr aus Zufall, sondern aus System.

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